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Tieluiska Oy

Echtzeit-Übersicht im urbanen Infrastrukturbau

Juni 30, 2026
7 Min. Lesezeit
Echtzeit-Übersicht im urbanen Infrastrukturbau

Tieluiska Oy, Experte für Infrastrukturbau, hat durch die Echtzeit-Verfolgung von Plänen, Prüfungen, Bestandsdaten und Orthofotos mit Infrakit das Risiko reduziert. Die Reaktionsfähigkeit auf Änderungen hat sichverbessert, da Informationen auch auf der Baustelle schnell aktualisiert werden. 

Wir haben mit Tieluiska darüber gesprochen, wie eine digitale Projektübersicht die Bauleitung, die Vermessung und die tägliche Arbeit vor Ort in komplexen Infrastrukturprojekten unterstützt – insbesondere im urbanenUmfeld.

Kunde

Tieluiska Oy führt anspruchsvolle Infrastrukturbaumaßnahmen in den Bereichen Straßenbau, kommunaler Tiefbau und Umweltbau aus. Das Unternehmen ist vor allem im urbanen Umfeld tätig, wo Bauphasenplanung, die Koordination einzelner Bauabschnitte und ein aktuelles Informationsmanagement entscheidend sind. 

Zu den typischen Projekten zählen Straßen- und Umweltbau, die Anlage von Grünflächen und Sportanlagen, die Sanierung und Neuverlegung von Wasser- und Abwasserleitungen, umfassende kommunaleInfrastrukturaufträge sowie technisch anspruchsvolle Projekte im dicht bebauten Bestand. 

Herausforderungen: Fragmentierte Daten und eingeschränkte Transparenz über den Projektstatus 

Vor der Einführung digitaler Tools lagen die größten Herausforderungen in der Aktualität, Verfügbarkeit und Transparenz von Informationen. Planänderungen wurden nicht in Echtzeit an die Baustelle weitergegeben, und Modelle für die Maschinensteuerung wurden nach Plananpassungen häufig erst mit Verzögerung aktualisiert. Der Datenaustausch erfolgte oft über USB-Sticks, was den Arbeitsablauf verlangsamte und das Risiko erhöhte, mit veralteten Daten zu arbeiten. 

Das Lagebild der Baustelle setzte sich aus mehreren getrennten Quellen zusammen, etwa Excel-Dateien, Bautagebüchern, Telefonaten, WhatsApp-Nachrichten, E-Mails und mündlicher Kommunikation. Die Nachverfolgung von Baufortschritt und Mengen war fragmentiert, wodurch sich ein Gesamtbild nur langsam und teilweise unzuverlässig ergab. 

„Die Projektübersicht basierte in hohem Maße auf Telefonaten und Nachrichten, wodurch es schwierig war, einen umfassenden Überblick zu erhalten“, sagt Esa Hytönen, Technischer Leiter. 

Warum Infrakit eingeführt wurde 

Tieluiska wurde durch Branchenkontakte und praktische Tests auf Infrakit aufmerksam. Ausschlaggebend für die Einführung war vor allem die Möglichkeit, mehrere wesentliche Funktionen des Baustellenalltags in einem System zusammenzuführen. 

Aktuelle Pläne und Modelle, Baustellendaten, Fortschrittsverfolgung und Dokumentation einschließlich Fotos waren zuvor über verschiedene Systeme verteilt und stehen nun auf einer einzigen kartenbasierten Plattformzur Verfügung. 

Dabei ging es nicht nur um die Einführung einer neuen Software, sondern darum, Informationen näher an den täglichen Betrieb zu bringen. Wenn aktuelle Daten leicht zugänglich sind, verkürzen sich Reaktionszeiten und die Steuerung der Baustelle wird einfacher. 

Als besonders nützlich erwies sich die Verknüpfung von Orthofotos und Luftbildern mit Planungsdaten. Dadurch verbesserten sich die Arbeitsvorbereitung, die Aufrechterhaltung der Projektübersicht und die Genauigkeit bei der Nachverfolgung des Baufortschritts. 

Einsatz im Arbeitsalltag 

Die Auswirkungen der Einführung unterscheiden sich je nach Rolle. In der Vermessung wird das System schnell zu einem zentralen Werkzeug, das Planung, Ausführung und Kontrolle miteinander verbindet. SämtlicheMaschinenmessdaten sind an einem Ort verfügbar. 

Für Bauleiter besteht die größte Veränderung darin, dass das Lagebild des Projekts in einem einzigen zentralen System verfügbar ist. Informationen lassen sich schneller abrufen, und der Fertigstellungsgrad ist klarererkennbar. 

Auf der Baustelle ist eine einfache Bedienung entscheidend. Die Einführung erfolgt in der Regel schrittweise, häufig beginnend mit der Fotodokumentation und anschließender Erweiterung auf weitere Funktionen. Die grundlegende Nutzung wird innerhalb weniger Wochen zur Routine, und ein reibungsloser Einsatz im Alltag etabliert sich meist innerhalb von ein bis zwei Monaten. 

Tägliche Nutzung: Drei zentrale Anwendungsfälle 

Bei Tieluiska haben sich drei wesentliche Anwendungsfälle herauskristallisiert: 

  • Aktuelle Pläne und Modelle bündeln alle wesentlichen Informationen in einer einzigen Ansicht, reduzieren Unsicherheiten und minimieren Fehler auf der Baustelle. 
  • Gespeicherte Ansichten unterstützen die Bauleitung und ermöglichen die Anpassung von Informationen an unterschiedliche Nutzergruppen, sodass jede Rolle den Projektfortschritt aus ihrer eigenen Perspektiveverfolgen kann. 
  • Die Baustellendokumentation – einschließlich Fotos, Bestandsdaten und Anmerkungen – unterstützt sowohl die interne Nachverfolgung als auch die Berichterstattung gegenüber dem Auftraggeber. Dank Georeferenzierung und Zeitstempeln lassen sich Informationen später schnell und zuverlässig wiederfinden. 

In der Praxis überschneiden sich diese Anwendungsfälle. So können beispielsweise Freigaben und Abnahmen auf gespeicherte Ansichten zurückgreifen, die den Fertigstellungsgrad, Anhänge, Prüfdaten und Bestandsmessungen über Orthofotos darstellen und den Freigabeprozess dadurch transparent und nachvollziehbar machen. 

Auch die Mengennachverfolgung hat sich zu einem wichtigen Anwendungsfall entwickelt. So kann beispielsweise der Fortschritt von Bodenstabilisierungsmaßnahmen direkt auf einer Karte dargestellt werden, wodurchdie einzelnen Bauabschnitte flächenbezogen klar sichtbar werden. 

„Der Fertigstellungsgrad lässt sich deutlich einfacher nachvollziehen, wenn er visuell auf einer Karte dargestellt wird.“ 

Was sich in der Praxis verändert hat 

Das System hat die Produktionssteuerung deutlich transparenter und übersichtlicher gemacht. Die Mengennachverfolgung basiert weiterhin auf dem Vergleich von Soll- und Ist-Mengen, der Fortschritt kann jedoch nun direkt über karten- und modellbasierte Visualisierungen verfolgt werden. 

Einige Projektmanagementfunktionen, beispielsweise das Finanzcontrolling, werden weiterhin in anderen Systemen abgewickelt. Infrakit dient in erster Linie als Werkzeug zur Baustellenüberwachung und bringt die Echtzeit-Übersicht näher an die tägliche Projektarbeit. 

Der Vermesser als Informationsdrehscheibe der Baustelle 

Der Baustellenvermesser bleibt eine zentrale Figur im Informationsmanagement. Er ist dafür verantwortlich, dass mit den richtigen Daten gearbeitet wird, die Bestandsdaten gepflegt werden, und unterstützt die Bauleitung bei Entscheidungen. Zudem fungiert der Vermesser häufig als Bindeglied zwischen Planung, Ausführung und Auftraggeber. 

Das System unterstützt diese Rolle, indem es Maschinensteuerungsmodelle, Nutzerrechte und Bestandsdaten auf einer zentralen Plattform zusammenführt. 

Parallele Systeme – klare Aufgabenteilung 

In vielen Projekten werden sowohl Systeme des Auftraggebers als auch Infrakit eingesetzt. Die Verantwortlichkeiten sind dabei in der Regel klar geregelt: 

  • Das System des Auftraggebers wird für offizielle Freigaben und die Vertragsdokumentation genutzt. 
  • Infrakit wird für die Baustellensteuerung und die Echtzeit-Übersicht eingesetzt. 

Auch wenn der parallele Einsatz gewisse Überschneidungen mit sich bringen kann, sorgt eine klare Aufgabenteilung dafür, dass der Gesamtprozess beherrschbar bleibt. 

Ergebnisse 

Die Vorteile zeigen sich am deutlichsten in reibungsloseren Arbeitsabläufen und schnelleren Reaktionszeiten. Es wird weniger Zeit mit der Suche nach Informationen verbracht, das Lagebild entsteht schneller, und Unstimmigkeiten lassen sich leichter erkennen. 

Die Fortschrittsverfolgung ist heute deutlich visueller, und die Nutzung von Orthofotos ist wesentlich effizienter geworden. 

Esa Hytönen fasst zusammen: „Infrakit bringt Informationen näher an die Ausführung und unterstützt die tägliche Arbeit, insbesondere in Projekten mit vielen Bauphasen.“ 

Fazit 

So schnell sich digitale Tools auch weiterentwickeln, eines bleibt unverändert: Gebaut wird nach wie vor auf der Baustelle. Digitale Lösungen schaffen Effizienz und Transparenz, ihren eigentlichen Mehrwert entfalten siejedoch erst dann, wenn sie die praktische Arbeit und die täglichen Abläufe auf der Baustelle unterstützen. 

 

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