Wie finnische Städte digitale Zusammenarbeit zum Standard im Infrastrukturbau gemacht haben
Finnland gehört bei Maschinensteuerung und modellbasiertem Bauen seit Jahren zu den Vorreitern in Europa. Die entscheidende Entwicklung ist heute jedoch nicht mehr, dass einzelne Projekte digital umgesetzt werden. Vielmehr werden inzwischen ganze öffentliche Bauportfolios auf diese Weise abgewickelt: Planer, Auftragnehmer und die Bauüberwachung der Städte arbeiten mit denselben Modellen, Qualitätsdaten fließen in Echtzeit zurück und Projekte können vom Schreibtisch aus jederzeit aktuell verfolgt werden.
Besonders deutlich zeigt sich dieser Wandel in zwei Städten. Espoo, die zweitgrößte Stadt Finnlands, verfügt über ein jährliches Infrastrukturbudget von rund 100 Millionen Euro und setzt Infrakit in nahezu allen Projekten ein. Jyväskylä hat einen Großteil seiner Bau- und Instandhaltungsprojekte auf dieselbe Grundlage gestellt und geht noch einen Schritt weiter: Modellbasierte Anforderungen werden bereits direkt in die Vergabe integriert.
Keine der beiden Städte ist über Nacht an diesen Punkt gelangt. Gerade darin liegt ihre Aussagekraft: Digitale Zusammenarbeit ist dort kein Pilotprojekt mehr, sondern Bestandteil des normalen Projektalltags.
Dies ist ihre Geschichte – erzählt vor allem von den Menschen, die diese Projekte täglich umsetzen.
Der entscheidende Wandel: Qualitätsdaten in Echtzeit
Fragt man einen öffentlichen Auftraggeber im Infrastrukturbau, was sich tatsächlich verändert hat, beginnt die Antwort selten mit der Software. Sie beginnt mit dem Zeitpunkt, zu dem Informationen verfügbar sind.
„Mengendaten aus den Projekten stehen heute deutlich zeitnäher zur Verfügung als früher. Das erleichtert die Projektdokumentation“, sagt Jani Ahokas, Bauleiter und Leiter der Infrastrukturabteilung der Stadt Espoo. „Auch das Projektmanagement hat sich verbessert, weil sich Ist-Daten in Echtzeit mit dem geplanten Stand vergleichen lassen.“
Bei klassischen mehrjährigen Projekten wurde der Qualitätsnachweis häufig erst kurz vor der Abnahme mit großem Aufwand zusammengestellt. Zwei Jahre Bauausführung mussten innerhalb kurzer Zeit überprüft werden, verbunden mit der Hoffnung, dass die Dokumentation vollständig war.
Die modellbasierte Ausführung verändert diesen Ablauf grundlegend. Auftragnehmer liefern Qualitätsdaten kontinuierlich, die Stadt prüft sie fortlaufend und Abweichungen werden erkannt, solange sie noch schnell und kostengünstig korrigiert werden können.
„Maschinensteuerung und modellbasiertes Bauen haben die klassische Vermessung reduziert. Gleichzeitig hat sich die Rolle des Vermessungsverantwortlichen von einer traditionell geprägten Tätigkeit hin zu einer umfassenderen Verantwortung für das Qualitätsmanagement des Projekts entwickelt.“
— Jani Ahokas, Stadt Espoo
Auch die Rolle des Vermessers verändert sich dadurch. Weniger manuelle Absteckung bedeutet mehr Verantwortung für die Daten, mit denen nachgewiesen wird, dass die Ausführung den Planungsgrundlagen entspricht.
Espoo: jedes Projekt auf einer Plattform
Die Einführung in Espoo erfolgte schrittweise. Die städtische Bauabteilung nutzt Infrakit bereits seit mehr als zehn Jahren. Ab etwa 2017 kam die Plattform auch bei Design-and-Build-Projekten zum Einsatz. Nach Pilotprojekten in den Jahren 2021 und 2022 etablierte sich Infrakit ab 2023 als Standard für Projekte externer Auftragnehmer.
Heute beschäftigt die Abteilung rund 100 Fachkräfte aus dem Bauwesen und betreut Projekte im Tief- und kommunalen Infrastrukturbau sowie im Brückenbau. In der Praxis bedeutet das etwa 30 bis 40 Projekte pro Jahr, die über Infrakit abgewickelt werden, rund 200 aktive Desktop- und Mobile-Nutzer sowie weitere 100 Maschinennutzer. Über alle Rollen hinweg – Auftragnehmer, Planer, städtische Mitarbeiter und Maschinenführer – lag die Zahl der monatlich aktiven Nutzer zuletzt bei über 300.
Die Auftragsvolumina reichen von einigen Hunderttausend Euro bis knapp unter 10 Millionen Euro. Das Spektrum umfasst Straßenneubau und -sanierung, Wasser- und Abwassernetze, Brücken sowie Pfahlplatten. Auch der städtische Eigenbetrieb nutzt die Plattform für kleinere Baumaßnahmen.
Bei ausgeschriebenen Design-and-Build-Projekten muss der beauftragte Auftragnehmer modellbasiert arbeiten, Maschinensteuerung und 3D-Modelle einsetzen und Infrakit nutzen. Planungsbüros liefern die entsprechenden Planungsmodelle, aus denen der Auftragnehmer die Modelle für die Maschinensteuerung ableitet. Qualitätsdaten und Dokumentation werden anschließend zentral zusammengeführt.

Manu Marttinen, Infrakit-Spezialist mit 25 Jahren Erfahrung im Infrastrukturbau, begleitet Espoo seit rund vier Jahren. Er beschreibt das Prinzip so: Auf jedem Projekt gibt es einen Superuser auf Seiten des Auftragnehmers und einen auf Seiten der Stadt – dadurch „gibt es zwischen diesen Beteiligten keine Geheimnisse“.
Für einen öffentlichen Auftraggeber, der Bauleistungen im Wert von mehreren zehn Millionen Euro überwacht, schafft dieser Ansatz vor allem eines: eine verlässliche Grundlage für die Projektsteuerung.
Ein häufig genanntes Referenzprojekt ist die Meritie-Brücke. Das Projekt liegt direkt an der Küste und kombiniert Pfahlarbeiten in unmittelbarer Wassernähe mit konventionellem Schichtenaufbau und komplexen Betonbauwerken. Die beengten Verhältnisse machten eine präzise Koordination besonders wichtig.

Der Auftragnehmer steuerte die Ausführung über Infrakit, während die Stadt den Baufortschritt überwachte und die Qualitätsdaten erfasste. Die kartenbasierte Darstellung half beiden Seiten dabei, Einbauorte und Anforderungen schnell nachzuvollziehen.
Jyväskylä: die Regeln festlegen, bevor die Bauausführung beginnt
Während Espoo zeigt, wie eine flächendeckende Nutzung über ein gesamtes Projektportfolio hinweg aussehen kann, zeigt Jyväskylä, wo ein weiterer entscheidender Hebel liegt: bei den Anforderungen, die ein Auftraggeber definiert, bevor ein Auftragnehmer überhaupt beauftragt wird.
Die Stadt führt etwa 20 Prozent ihrer Arbeiten mit dem eigenen Baubetrieb aus, rund 80 Prozent werden an externe Auftragnehmer vergeben. Nahezu alle Bau- und Instandhaltungsprojekte werden über Infrakit abgewickelt.
Die Plattform wurde 2016 eingeführt. Seitdem hat die Stadt ihre Anforderungen an modellbasierte Daten und Qualität systematisch weiterentwickelt und in die Ausschreibungen integriert. So wird bereits in der Vergabe festgelegt, wie Auftragnehmer arbeiten und welche Informationen sie liefern müssen.
Parallel dazu wurde kontinuierlich in die Schulung der eigenen Mitarbeiter investiert. Zwei Personen gelten dabei als wesentliche Treiber dieser Entwicklung: Entwicklungsleiter Teemu Liimatainen und BIM-Koordinator Matti Hannuksela.
Olli Planting, der Infrakit-Spezialist, der mit der Stadt zusammenarbeitet, beschreibt, wie unspektakulär eine ausgereifte Digitalisierung im Alltag schließlich wirkt:
„Wenn eine Lösung täglich genutzt wird, verliert sie ihren geheimnisvollen oder besonders spektakulären Charakter, weil sie einfach zum normalen Arbeitsalltag gehört“, sagt er. „Aber genau darin liegt die tatsächliche Effizienz.“
Für Hannuksela ist diese Effizienz inzwischen grundlegend für die Arbeitsweise der Stadt:
„Das modellbasierte Bauen hat unsere Arbeitsweise deutlich verbessert“, sagt er. „Über Infrakit haben Bauleiter, Vermessungsgeräte, Baumaschinen und Projektbeteiligte Zugriff auf Pläne und digitale Modelle. Auch auf der Baustelle erfasste Bestandsmessungen lassen sich direkt in Infrakit prüfen. Dadurch können die Projektdaten möglichst umfassend auf einer einzigen Plattform verwaltet werden.“
Liimatainen, der Infrakit 2016 bei der Stadt eingeführt hat und die Entwicklung inzwischen aus größerer Distanz verfolgt, betrachtet die Vorteile pragmatisch.
„Infrakit hat deutliche Verbesserungen bei der Qualitätskontrolle und der Genauigkeit auf der Baustelle gebracht“, sagt er. „Durch ein besseres Management der Maschinensteuerung ist auch die Effizienz der Abläufe gestiegen. Wir haben keine exakten Berechnungen zu Kosteneinsparungen oder Emissionsreduktionen durchgeführt. Es ist jedoch offensichtlich, dass die einzelnen Bauphasen heute deutlich effizienter gesteuert werden können.“
Ein Vorzeigeprojekt der Stadt ist die Renaturierung des Flusses Tourujoki. Rund sieben Millionen Euro werden investiert, um einen über Jahrzehnte technisch ausgebauten innerstädtischen Fluss wieder stärker in einen natürlichen Zustand zurückzuführen.
Für eine Stadt dieser Größe zählt das Projekt zu den bedeutendsten Vorhaben der kommenden fünf Jahre. Es zeigt, dass modellbasierte Arbeitsweisen längst nicht mehr nur bei klassischen Versorgungsprojekten eingesetzt werden, sondern auch bei strategischen und öffentlich sichtbaren Investitionen.
Ein landesweites Muster – keine zwei Einzelfälle
Espoo und Jyväskylä sind besonders anschauliche Beispiele, aber keineswegs Ausnahmen.
Turku setzt die Plattform bei einem Großteil oder nahezu allen Projekten ein. Lahti nutzt sie für den überwiegenden Teil seiner Baumaßnahmen. Oulu gehörte zu jener frühen Gruppe von Städten, die diese Arbeitsweisen gemeinsam weiterentwickelt haben.
Auch die Bauabteilung von Tampere nutzt Infrakit intensiv. Gleiches gilt für STARA, den städtischen Baubetrieb von Helsinki. Vantaa ergänzt eine Gruppe von Kommunen, die zusammen einen erheblichen Anteil des finnischen Infrastrukturbaus abdecken. Mehrere Städte setzen denselben modellbasierten Ansatz inzwischen auch bereits während der Planungsphase ein.
Ein wichtiger Grund für diese Verbreitung liegt im Erfahrungsaustausch. Die Städte entwickelten ihre Prozesse nicht isoliert voneinander, sondern lernten voneinander. Was sich in Turku bewährte, konnte nach Espoo übertragen werden – und umgekehrt.
Diese Zusammenarbeit zwischen den Organisationen half dabei, aus einzelnen fortschrittlichen Anwendern ein breiteres nationales Muster zu entwickeln.
Im Projektalltag ähneln sich die wichtigsten Workflows: Baustellenfotos und Qualitätsdokumentation einsehen, dokumentierten Baufortschritt für Zahlungsfreigaben heranziehen, Ausführung und Planung vergleichen und die Übergabedokumentation während des Projekts fortlaufend aufbauen.
Der Nutzen liegt weniger in einzelnen Funktionen als in der Kontinuität dieser Abläufe. Informationen entstehen dort, wo gearbeitet wird, und stehen für Kontrolle, Abrechnung und spätere Übergabe direkt zur Verfügung.
Liimatainen nennt als zentrale Vorteile Steuerbarkeit, Effizienz und Qualität. Hannuksela ergänzt:
„Ich würde außerdem Transparenz und Klarheit nennen. Jeder kann sehen, was auf der Baustelle passiert. Und wenn alles auf einer gemeinsamen Plattform abläuft, wird der gesamte Arbeitsprozess deutlich übersichtlicher.“
Eine Plattform im Zentrum einer größeren digitalen Tool-Landschaft
Infrakit ersetzt dabei nicht jedes andere System.
Die Plattform ist Teil einer größeren digitalen Umgebung und verbindet sich mit spezialisierten Anwendungen. In Jyväskylä überträgt beispielsweise eine direkte Integration Baustellenfotos und Berichte aus Buildie zurück nach Infrakit.
Beim City-Rail-Projekt in Espoo wird Infrakit parallel zu weiteren digitalen Tools eingesetzt. Jedes System erfüllt dort einen eigenen Zweck.
Das Prinzip ist entsprechend pragmatisch: Für jede Aufgabe wird das passende Tool eingesetzt, während Infrakit als gemeinsame Kollaborationsplattform für Ausführungs- und Qualitätsdaten dient.
Menschen und Prozesse – nicht nur Software
Die erfolgreichen Städte haben eine Gemeinsamkeit, die nur wenig mit Technologie zu tun hat.
Ihr Vorteil lag vor allem in der Organisation: flexible Entwicklungsteams, Führungskräfte, die Veränderungen aktiv vorantrieben, und die Bereitschaft, verbindliche modellbasierte Anforderungen in bestehende Prozesse zu integrieren.
In Espoo stellte bereits der frühere Abteilungsleiter Hannu Lehtikankare die Weichen für den modellbasierten Ansatz, bevor Jani Ahokas diese Entwicklung weiterführte. In Jyväskylä übernahmen Liimatainen und Hannuksela eine vergleichbare Rolle.
Eine Software und Schulungen einzukaufen ist nicht dasselbe, wie die Prozesse einer gesamten Organisation neu zu gestalten. Gerade diese Prozessarbeit – der Teil, der sich am schwierigsten als fertige Lösung einkaufen lässt – unterscheidet die Vorreiter von anderen Organisationen.
Dabei waren die Städte nicht auf sich allein gestellt.
Jyväskylä beschreibt die Zusammenarbeit mit dem Experten- und Supportteam von Infrakit als nahtlos und jederzeit verlässlich. Auch Espoo wurde während der Entwicklungsphase intensiv begleitet: Zu Beginn lag der Unterstützungsbedarf bei rund 40 bis 50 Stunden pro Monat, später sank er auf etwa 10 bis 15 Stunden monatlich.
Öffentliche Auftraggeber, die Bauportfolios dieser Größenordnung steuern, betrachten jährliche Investitionen von etwa 100.000 Euro in professionelle Dienstleistungen in Relation zu einem Bauprogramm von rund 100 Millionen Euro in der Regel als sinnvoll.
Entscheidend ist dabei nicht allein die Software, sondern der Rahmen darum: klare Anforderungen, definierte Prozesse, Schulung und ein funktionierendes Qualitätsmanagement.
Deshalb beschreiben erfahrene Auftraggeber ihre Nutzung häufig eher über Projektabdeckung und Budgets als über reine Nutzerzahlen. Dass ein Bauportfolio von rund 100 Millionen Euro nahezu vollständig über eine gemeinsame modellbasierte Plattform abgewickelt wird, sagt letztlich mehr aus als die Zahl der Logins.
Der nächste Schritt: von der Bauausführung zum gesamten Lebenszyklus
Die nächste Entwicklungsstufe betrifft den gesamten Lebenszyklus der Infrastruktur: Planung, Bauausführung, Instandhaltung und Betrieb.
Heute liegt die Stärke klar in der Bauphase. Künftig sollen hochwertige Bestandsdaten aus der Ausführung stärker in die Instandhaltung und den langfristigen Betrieb überführt werden – Bereiche, deren Systeme heute häufig noch getrennt von den Tools der Bauausführung funktionieren.
Jyväskylä beschreibt seine nächsten Schritte genau in diesem Sinne.
„Wir entwickeln die Zusammenarbeit bereits ab der Planungsphase weiter und möchten die Projektdaten künftig noch besser nutzen“, sagt Liimatainen. „Insbesondere der Betrieb und die Instandhaltung sind für uns die nächsten großen Entwicklungsschritte.“
Hannuksela verfolgt das Ziel, künftig auch den gesamten Planungsprozess stärker über Infrakit abzubilden, sodass Projektbeteiligte bereits in dieser Phase gemeinsam auf umfassende Ausgangsdaten und Planungen zugreifen können.
Auch die Branche insgesamt entwickelt sich in diese Richtung.
Die Finnish Transport Infrastructure Agency (FTIA), Finnlands größter einzelner Infrastrukturauftraggeber mit einem jährlichen Investitionsprogramm von rund 600 Millionen Euro, entwickelt Methoden, um aus IFC-Modellen Daten für den späteren Betrieb der Infrastruktur abzuleiten. Damit soll die Lücke zwischen Bau und Betrieb geschlossen werden.
Espoo beschäftigt sich parallel mit dem Einsatz von KI, um Planungen bereits vor Beginn der Ausführung zu prüfen und Fehler möglichst früh zu erkennen.

Die Verbreitung im Gesamtmarkt ist deutlich, erfolgt jedoch nicht automatisch. Infrakit erreicht derzeit schätzungsweise 20 Prozent des finnischen Marktes auf Seiten der Infrastrukturauftraggeber. Dieser umfasst neben Kommunen auch die FTIA, private Industrieunternehmen sowie Projekte der grünen Transformation in den Bereichen Windenergie, Solarenergie und Wasserstoff.
Die Richtung ist klar. Die praktische Umsetzung erfordert jedoch weiterhin gezielte organisatorische und technische Entwicklung.
Was andere Auftraggeber daraus lernen können
Es liegt eine gewisse Ironie darin, über finnische Infrastrukturauftraggeber zu schreiben: Über ihre Budgets sprechen sie oft deutlich lieber als über ihre eigenen Erfolge.
Dabei ist das Modell, das sie aufgebaut haben, alles andere als bescheiden. Gerade weil diese Arbeitsweise inzwischen so selbstverständlich geworden ist, zeigt das finnische Beispiel besonders deutlich, wie digitale Zusammenarbeit vom einzelnen Projekt auf eine gesamte Organisation übertragen und dauerhaft im Alltag verankert werden kann.
Eine Stadt definiert modellbasierte Daten- und Qualitätsanforderungen und integriert sie in ihre Ausschreibungen. Auftragnehmer arbeiten nach diesen Vorgaben, dokumentieren die Ausführung fortlaufend und liefern die Informationen so, dass sie für Kontrolle, Übergabe und spätere Nutzung verfügbar bleiben.
Der entscheidende Punkt ist dabei nicht ein einzelnes Tool oder ein einzelnes Vorzeigeprojekt, sondern die Konsequenz, mit der diese Arbeitsweise über viele Projekte hinweg etabliert wurde.
Für Kommunen und andere Infrastrukturauftraggeber außerhalb Finnlands – auch in Mitteleuropa – liefert das ein praktisches Beispiel dafür, wie sich modellbasierte Prozesse dauerhaft in der Projektabwicklung verankern lassen.
Und der Rat derjenigen, die diesen Weg bereits gegangen sind, ist erstaunlich einfach.
Auf die Frage, was er einer anderen Stadt empfehlen würde, die am Anfang dieser Entwicklung steht, antwortet Jani Ahokas:
„Einfach ausprobieren.“
Mut zeigen, anfangen und die nächsten Schritte daraus entwickeln.
Finnland ist nicht durch ein einziges Vorzeigeprojekt an diesen Punkt gekommen. Die Entwicklung entstand dadurch, dass sich Stadt für Stadt dafür entschieden hat, auf einer gemeinsamen digitalen Grundlage zu arbeiten.
