Mit Release 3.9.9 liegt der Fokus darauf, manuelle Arbeitsschritte zu reduzieren, die zwei zentrale Aufgaben auf jeder Baustelle ausbremsen: Massenberechnungen und das Auffinden von Dateien. Gleichzeitig erhalten Videos endlich einen festen Platz im Projekt, und die überarbeitete Dateistruktur ermöglicht eine deutlich schnellere Navigation in großen Projekten.
Dieses Release basiert auf einer einfachen Idee: Die Werkzeuge, die Sie täglich nutzen, sollten weniger Klicks erfordern, nicht mehr.
Massenberechnungen auf einem neuen Level
Wer auf der Baustelle regelmäßig Massenberechnungen durchführt, kennt den Ablauf: Umständliches Klicken entlang der Modellgrenzen, um den Berechnungsbereich festzulegen, die Sorge, eine Ecke übersehen zu haben, und der gleiche Vorgang im nächsten Monat erneut.
Baustellenverantwortliche haben uns berichtet, dass dies einer der langsamsten und fehleranfälligsten Schritte in einem ansonsten effizienten Arbeitsablauf ist. Deshalb haben wir diesen Prozess vereinfacht.
Massenberechnungen für komplette Modelle benötigen jetzt nur noch einen Klick. Infrakit verwendet automatisch die Kontur des Modells als Berechnungsgrenze. Dadurch wird der Vergleich zwischen dem vollständigen Planungsmodell und dem aktuellen Drohnen-DEM von einer zeitaufwendigen manuellen Abgrenzung zu einer einfachen Auswahl mit einer jedes Mal exakt definierten Grenze.
Straßen- und Bahnprojekte denken nicht in Polygonen, sondern in Stationierungen entlang einer Achse. Deshalb können Massenberechnungen jetzt direkt entlang Ihrer Trasse durchgeführt werden, inklusive Berechnungsgrenzen und Fertigstellungsschwellen, genau wie bei modellbasierten Aufgaben.
Warum das wichtig ist
- Wiederkehrende Massenberichte benötigen nur noch einen Bruchteil der bisherigen Zeit.
- Berechnungsgrenzen sind exakt definiert und beseitigen Unsicherheiten durch manuelles Nachzeichnen.
- Für achsenbasierte Projekte steht nun eine Berechnungsmethode zur Verfügung, die der tatsächlichen Arbeitsplanung im Straßen- und Bahnbau entspricht.


Videos jetzt direkt in Infrakit
Manche Informationen lassen sich mit einem Foto nicht vollständig erfassen: zum Beispiel eine Drohnenaufnahme aus der Vogelperspektive oder ein Rundgang durch einen problematischen Bereich auf der Baustelle.
Bisher lagen solche Videos getrennt in Dateigalerien oder Chatverläufen und waren nicht direkt mit dem zugehörigen Projekt verbunden.
Mit Infrakit werden Videos jetzt als eigenes Dateiformat unterstützt. Laden Sie Baustellenvideos hoch und betrachten Sie sie direkt in Infrakit, gemeinsam mit Fotos, Modellen und Dokumenten, an dem Ort, andem bereits Ihre gesamte Projektdokumentation gespeichert ist.
Eine moderne, überarbeitete Dateistruktur
Hunderte Ordner, Tausende Dateien: Die bisherige Dateistruktur machte die Suche nach Informationen unnötig aufwendig.
Die Kartenseite verfügt jetzt über eine neu gestaltete Dateistruktur und Seitenleiste mit einer übersichtlicheren Darstellung und klareren Auswahlmöglichkeiten.
Warum das wichtig ist
- Weniger Zeit für die Suche nach dem richtigen Ordner oder der richtigen Datei.
- Eine bessere Übersicht darüber, welche Elemente auf der Karte aktuell ausgewählt sind.
Weitere Verbesserungen in diesem Release
Intelligentere As-built-Importe
Fehlende Eigenschaften während des Imports können jetzt manuell ergänzt oder als Standardwerte für einzelne Spalten definiert werden.
Die Datenqualität ist direkt auf der As-built-Seite und in der Karte sichtbar. Dadurch verbringen Vermesser weniger Zeit damit, Daten nachträglich zu korrigieren.
Mehr Kontrolle über Ihre Ansicht
Transparenz-Einstellungen sind jetzt individuell verfügbar:
- pro Modell
- pro Zeichnung
- global im Bereich Designs

Geschlossene Beta: Früher Zugang und Mitgestaltung zukünftiger Funktionen
Zwei größere Entwicklungsbereiche sind jetzt mit ausgewählten Kunden in einer geschlossenen Beta verfügbar.
ISO-19650-Workflows und Aufgabenmanagement
Dokumentenprozesse auf Infrastrukturprojekten basieren heute häufig noch auf E-Mail-Kommunikation oder separaten Tools. Dadurch gehen Freigaben verloren und es ist oft unklar, welchen Status eine Dateiaktuell hat.
Wir entwickeln ISO-19650-konforme Workflows mit einer eigenen Aufgaben-Seite, sodass Prüfungen und Freigaben direkt dort stattfinden, wo die Dateien bereits gespeichert sind. Die Grundlage bildet ein System, das darauf ausgelegt ist, die tatsächlichen Arbeitsabläufe auf der Baustelle zu unterstützen.
KI-Dateimanager
Die Suche nach der richtigen Datei in einem großen Projekt sollte nicht davon abhängen, ob man weiß, wo jemand anderes sie abgelegt hat.
Unser KI-Agent findet Dateien für Sie und unterstützt beim Hochladen sowie bei Suchvorgängen. Beschreiben Sie einfach in natürlicher Sprache, was Sie benötigen, und die KI übernimmt die Suche.
Beide Funktionen befinden sich aktuell in einer geschlossenen Beta-Phase. Wenn Sie Interesse haben, wenden Sie sich an Ihren CSM oder den Support und fragen Sie nach einer Teilnahme am Programm.
Frühe Teilnehmer erhalten kostenlosen Zugang zu den neuen Funktionen und können direkt Einfluss darauf nehmen, wie diese weiterentwickelt werden.

Warum dieses Release wichtig ist
Release 3.9.9 konzentriert sich darauf, wiederkehrende manuelle Schritte aus den Arbeitsabläufen zu entfernen, auf die Teams täglich angewiesen sind.
Mit Ein-Klick-Massenberechnungen entfällt fehleranfälliges Nachzeichnen. Achsenbasierte Berechnungen entsprechen besser der tatsächlichen Planung im Straßen- und Bahnbau. Videos werden Teil der bestehenden Projektdokumentation, und die neue Dateistruktur macht die Navigation in großen Projekten schneller und effizienter.
Dieses Release steht für mehr Geschwindigkeit und Präzision bei den täglichen Aufgaben, während die beiden geschlossenen Beta-Initiativen einen Ausblick darauf geben, wie sich Dokumenten-Workflows und Dateiverwaltung in Zukunft weiterentwickeln werden.